The demonisation of Bashar al Assad / Oder: War Jesus Christus der „Schlächter von Damaskus“?

Die Dämonisierung von Bashar al-Assad

Nun muß man wahrscheinlich nicht erst die Bibel zu Hilfe nehmen, um zu beweisen, daß der syrische Präsident, der beliebte Augenarzt Dr. med. Bashar al-Assad, kein Massenmörder ist. So sehr, wie sich die Rechtsextremisten in den USA auf die Bibel berufen, so wenig christlich handeln sie in Wirklichkeit. Sie handeln wie Faschisten. Und sie stehen damit den in Nürnberg 1946 verurteiletn Nazi- und Kriegsverbrechern in keiner Weise nach. Wer fremde Staaten zum Zwecke des Machterhalts des eigenen imperialistischen Regimes bombardiert, wer fremde Regierungen stürzt oder durch gedungenen Banditen stürzen läßt, wer Staatspräsidenten ermorden läßt, der Raketen an der Grenze zu fremden Ländern stationiert und dabei (wie Putin schon sagte) nicht einmal den eigenen „Verbündeten“ traut, der befindet sich adäqauter Position wie eben schon die deutschen Nazis, oder wie die ukrainischen usw. – Doch warum ist das so? Der Faschismus ist in jedem kapitalistischen Land die extremste Fortsetzung der Macht des Monopolkapitals.

„Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.“ (Georgi Dimitroff)


Barbara McKenzie schreibt:

Jeder, der die Verleumdungen von Alex Salmond während seiner Einlassungen zum Referendum über eine schottische Unabhängigkeit, oder die von Corbyn während der britischen Führungskampagne der Labour Party, durch „verantwortliche Presseorgane“ erlebt hat, muß zur vollen Überzeugung darüber gekommen sein, wie völlig ungezähmt, wie völlig charakterlos das Establishment und dessen Sprachrohre sein können, sobald sie den Krieg erklären.

Das USA-Regime hat den populären Führer des syrischen Volkes dämonisiert, weil dieser es gewagt hat, der seit Jahrhunderten bestehenden Hegemonie der USA zu widerstehen. Und wenn Sie nun glauben, daß Bashar al-Assad ein Übeltäter ist, und sich allein auf die Äußerungen des USA-Regimes und dessen Presse stützen, dann akzeptieren Sie wahrscheinlich auch, daß Jeanne d’Arc eine Hexe war, daß Bonny Dundee demoralisiert war, Napoleon Babys gefressen hat, Ares Velouchiotis ein kranker Sadist war, Arthur Scargill korrupt war, Alex Salmond der neue Dshingis Khan ist und Jeremy Corbyn im letzten Jahr alles hingeschmissen hat. (Ich glaube sogar, daß aus dieser traditionellen Sicht Richard III. ebenso ein Verdächtiger ist.)

Im Fall von Bashar al-Assad reichen die Beschuldigungen von der Vergasung seiner eigenen Leute (was längst widerlegt ist) bis zur offenen Verrücktheit, daß Assad für alle Todesfälle in Syrien verantwortlich sei (wobei gerade fast Hälfte aller Todesfälle Soldaten der Syrischen Arabischen Armee betrifft), daß er vermutlich seine eigenen Soldaten getötet habe. Die Haltlosigkeit dieser Beschuldigungen ist inzwischen gut dokumentiert worden.

Der Angriff auf al-Assad wird zudem durch eine Gleichsetzung aller weltlichen Führer im Nahen Osten verstärkt – sie sind oder waren ohne Ausnahme schlechte Diktatoren. George Galloway hat in einer Radiosendung vom Februar 2011 seine Unterstützung für den arabischen Frühling jubelnd in einer stark formulierten Kritik an Ghaddafi erklärt: „Ich habe darauf gewartet, daß diese arabischen Zwangsherrschaften fallen, und es scheint so, daß sie nacheinander fallen: Tunesien, Ägypten, Libyen.“ – und da sieht Galloway den Irak eben nicht als ein Teil eines solchen Musters. …

Wenn Bashar al-Assad ein Kriegsverbrecher wäre, würde er nicht die Unterstützung seiner Landsleute haben, und Syrien wäre nicht im Stande gewesen, sich gegen die von außen unterstützten feindlichen Kräfte zu widersetzen, wie es das seit fünf Jahren tut. Vor dem syrischen Krieg war Bashar al-Assad der populärste Führer in der arabischen Welt. Und die Wahlen haben gezeigt, daß Bashar al-Assad immer noch die Unterstützung der Mehrheit der Syrier hat.

Die Position von al-Assad innerhalb Syriens ist jetzt stärker als jemals zuvor. Die Syrier sehen mit Entsetzen den Gedanken, daß extremistische Takfiristen, die mit dem Westen kooperieren, eine dauerhafte Rolle in Syriens Zukunft haben könnten, und sie haben mehr als je zuvor beschlossen, dieser Sektiererei zu widerstehen. Bashar al-Assad wird als Vertreter ihres toleranten, mehrkonfessionellen Landes angesehen, auf das sie so stolz sind. Bashar ist Alawite, seine Frau Asma ist Sunnitin, und sie legen Wert darauf, Solidarität mit Syriens christlicher Gemeinschaft zu bezeigen, wie sie durch die überraschenden Besuch des Paares in der Frauen-Kirche in Damaskus letztes Jahr zu Weihnachten deutlich wurde, nachdem die Kirche einem feindlichen Mörser-Angriff ausgesetzt war. Wenn Bashar al-Assad abgesetzt werden sollte, wird das nicht dem Willen des syrischen Volkes entsprechen.

basharalassadchristmas

Die NATO und ihre Verbündeten hätten Jesus Christus heute als den „Schlächter von Damaskus“ bezeichnet, wenn er sich dem auf ihrer Tagesordnung stehenden „regime change“ in Syrien nicht gebeugt hätte.

(Übersetzung: Martina Riedel)

Quelle: The demonisation of Bashar al Assad


Siehe auch:
Baschar al-Assad: „Es geht um den Frieden! Es geht um unser syrisches Vaterland!“
Der Verbrecherstaat USA: Über 1,5 Millionen Opfer des Terrors der USA in Lateinamerika seit 1945.

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