ARD und ZDF haben wegen Putsch total versagt

Sonntag, 17. Juli 2016 , von Freeman um 19:00

Als ich kurz nach 21:30 Uhr meiner Zeit (Moskauer Zeit) am Freitagabend die erste Meldung über einen möglichen Putsch in der Türkei hörte, habe ich sofort meine Berichterstattung darüber begonnen. Ich begann einen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen mit der Überschrift, „Findet ein Militärputsch in der Türkei statt?“ Darin habe ich dann chronologisch die Meldungen aufgeführt, so wie ich sie aus vielen Quellen recherchierte. Meine Absicht war, die ASR-Leser zeitnah und bestmöglich über dieses ausserordentliche Ereignis zu informieren. Für die nächsten SIEBEN Stunden meldete ich kontinuierlich was in der Türkei passierte.

Um mich zu informieren, habe ich auch übers Internet die ARD und das ZDF abgefragt, um zu sehen was diese grossen Sender berichten. Zu meinem Erstaunen (oder auch nicht) gab es nichts darüber zu sehen, keine Sondersendung, keine Programmunterbrechung, einfach nichts über den Putsch in der Türkei. Andere Sender wie die BBC oder CNN oder Al-Jazeera oder Fox oder RT unterbrachen sofort ihr Programm und begannen mit der Live-Berichterstattung.

Auf der anderen Seite für den deutschsprachigen Raum hat sogar Phoenix, der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender von ARD und ZDF, kaum was über den Putsch gebracht. Die hatten sogar die Frechheit in einem Tweet um 23:44 Uhr zu schreiben: „Wir berichten morgen (Samstag) um 9:00 Uhr wieder zum #Militärputsch in der #Türkei„. Die ganze Nacht war Funkstille!

Ich habe kurz vor 4:00 Uhr aufgehört zu berichten, als klar wurde, der Putsch war gescheitert und Erdogan war in Istanbul gelandet. Ich hab dann geschrieben, ich muss mich jetzt auf Ohr legen. Nach sieben Stunden ununterbrochener Berichterei musste ich eine verdiente Pause machen. Ausserdem war der Putschversuch eh gelaufen. Ab 8:00 Uhr am Samstag hab ich dann über die Folgen des gescheiterten Putsch berichtet und das Thema fortgesetzt.

Was will ich damit sagen? Ich finde es eine bodenlose Frechheit, dass die mit Zwangsgebühren finanzierten Staatssender, ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen sind. Sie haben einen gigantischen Apparat mit Tausenden Medienschaffenden, der sagenhafte 8 Milliarden Euro pro Jahr kostet, und sie bringen nichts zeitnahes und live über so ein wichtiges Ereignis? Nicht nur ist was in der Türkei passiert von grossem Interesse für die Deutschen, es leben 3 Millionen Türken in Deutschland, die auch die GEZ zahlen müssen.

Aber die hochbezahlten Profijournalisten der ARD und des ZDF haben lieber am Freitagabend und Samtagfrüh gepennt oder waren auf Party, statt alles liegen und stehen zu lassen, um ihren Job zu machen. Offensichtlich gibt es in den Nachrichtenredaktionen keinen Pikettdienst der sofort schaltet und arbeitet. Was heisst das für mich? Die Penner sind überflüssig und die Sender sollte man einstellen. Wenn sie überhaupt mal Nachrichten bringen, lügen sie eh ständig und verzerren die Tatsachen.

Für diese sogenannten Journalisten der Staatsmedien mit Beamtenmentalität haben Ereignisse tagsüber stattzufinden. Was nach Feierabend passiert interessiert sie nicht. Deswegen bewegen sie ihren Hintern nicht ins Studio und fangen an zu berichten. Ein Putsch der am Abend anfängt wird erst am nächsten Tag behandelt, wo alles schon gelaufen ist. Was ist das für eine unprofessionelle Einstellung?

Ich kleiner Blogger als Einmannshow war mehr auf Zack als die milliardenschweren deutschen Riesensender, die aber für sich in Anspruch nehmen, vollumfänglich die Bevölkerung zu informieren. Deshalb muss man sie auch mit den Zwangsgebühren finanzieren, sagen sie. Auf uns alternative Medien, die nichts für die Informationsarbeit bekommen, schauen sie dabei herab und beschimpfen uns als lächerliche Amateure, als Dilettanten und Verschwörungsspinner.

Ich stelle mir vor, was könnte ich erst für gute Informationen bringen, wenn jeder ASR-Leser nur 1 Euro pro Monat bereit wäre zu spenden? Einen lächerlichen Euro!!! Damit könnte ich ein tolles Team beschäftigen mit entsprechender technischer Ausstattung vom feinsten, um eine Berichterstattung auf die Beine zu stellen, so wie sie sein sollte, ausführlich, 24 Stunden am Tag und immer am Ball.

Meine Artikel über den Putschversuch wurden jeweils über 120’000 Mal gelesen, also gab es ein grosses Interesse und Bedarf nach alternativen Informationen.

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