Terror – nur ein Problem mit dem Islamismus?

Von Saudi Arabien, Qatar und wohl auch aus der Türkei, bekommen die islamitischen Terrororganisationen ihre Waffen. Die Regierungen der Herkunftsländer der Waffen wissen das sehr genau – sie aber machen das wohl wissend mit – im Interesse der Profite der Waffenkonzerne.

nobelpreistraegerTerror – nur ein Problem mit dem Islamismus?

Ist George W. Bushs Gog und Magog besser?

Vom Günter Ackermann

Sie zeigen sich vor der Kamera mit von ihnen abgeschlagenen Köpfen in den Händen , sie vollführen ebenfalls vor der Kamera Kannibalismus, sie töten westliche Journalisten, die sich satirisch mit dem Islam beschäftigen (Charlie Hebdo), terrorisieren religiöse Minderheiten in Syrien, Irak oder in Nigeria, sie entführen und versklaven junge Frauen anderer Religionsgruppen (Jesiden) usw.

Das alles ist schlimm und abzulehnen. Aber es ist eine Reaktion auf die Politik des Westeens der Völker des Nahen Ostens gegenüber und es ist von den Westmächten, vor allem den USA, initiiert worden.

So wurde bekannt, dass Osama bin Laden einst im Soldes der CIA stand, dass die Taliban von den USA in den 70er Jahren ausgebildet, ausgerüstet und finanziert wurden. Damals regierte in Afghanistan eine linke Regierung  und die wurde von der UdSSR unterstützt. Man setzte die Teliban gegen die sowjetischen und afghanischen Regierungstruppen ein.

Ähnlich auch was den IS betrifft. Syrien war ein Land in dem religiöse Toleranz herrschte. So gehörte die Familie Assad zu dem Alawiten, einer kleinen islamisch-schiitischern Religionsgemeinschaft. Für konservative Moslems sind die Alawiten keine Moslems.

In Syrerin leben außerdem Christen verschiedenster Konfessionen, Drusen, Schiiten, Sunniten und Juden. Bis zum Bürgerkrieg lebten die verschiedensten Gruppen friedlich miteinander und Syrien war ein laizistischer Staat.

Dann zettelten die USA und deren Lakaien den Bürgerkrieg an. Saudi Arabien und andere feudale Scheichs schickten fanatisierte Söldner nach Syrien und den Irak, rüsteten sie mit modernen Waffen aus, finanzierten sie, organisierten Nachschub an Menschen und Material und vor allem benutzten sie als Terroristen gegen Andersgläubige – nicht nur Schiiten, auch Alleviten, Christen, Drusen, Jesiden, auch nicht reaktionäre Sunniten usw. wurden Opfer.

Allein Russland steht zur rechtmäßigen Regierung Syriens. Während die Russen diese unterstützen, tun das die Westmächte bei „gemäßigten“ Rebellen.
Aber, darüber sind sich z.B. christliche syrische Kirchenvertreter einig, gibt es nicht. Die „gemäßigten“ morden ebenso, sie stehen nur in einer gewissen Konkurrenz zum IS oder sie sind die „Durchlauferhitzer des  IS –  deren Mitglieder gehören schon morgen zum IS.

Was wir dort erleben, ist entfesselter religiöser Fanatismus.
Ob das mit dem Islam vereinbar ist, wage ich zu bezweifeln. Wir bekommen täglich von der Gefahr des Islamismus zu hören und zu lesen. Ich finde das sicher schlimm, wenn ein Mensch mit dem LKW Menschen ermordet oder wenn ein fanatisierter Halbwüchsiger im Zug mit Beil und Messer Passagiere angreift. Das ist nicht zu entschuldigen und zeigt, zu was religiöser Fanatismus fähig ist.

Aber was ist mit den religiösen Fanatikern z.B. in den USA? Die waren mit George Bush sogar die Herren im Weißen Haus.

So berichtet man, George W. Bush habe gesagt: „Dann hat Gott mir aufgetragen, George geh’ los und beende die Tyrannei im Irak und ich habe es getan. Und jetzt fühle ich wieder, dass das Wort Gottes zu mir kommt. Geh’ los, gib den Palästinensern ihren Staat, den Israelis ihre Sicherheit und dem Nahen Osten seinen Frieden. Und bei Gott, ich werde es tun.“[1]

Er ging los, „befreite“ den Irak und schuf einen Bürgerkrieg, der noch heute andauert. Und dieser Gotteskrieger konnte auf den roten Atomknopf drücken um die Welt in ein Gemetzel nie gekannten Ausmaßes schicken.

Eine andere Episode über Busch. Damals bekam der französische Präsident Chirak einen Brief von Bush, indem er Frankreich aufforderte sich an der Schlacht der Gog und Magog zu beteiligen, denn die stehe nun bevor.

In der Offenbarung des Johannes, im Neuen Testament der Bibel, werden mit Gog und Magog zwei Länder bezeichnet, die am jüngsten Tage vom Satan beherrscht  werden. Gemeinsam mit ihm ziehen sie in den Kampf, werden jedoch am Ende von Christus besiegt

„Und wenn die 1000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden,
8 und wird ausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, sie zum Krieg zu versammeln, deren Zahl3 wie der Sand des Meeres ist.
9 Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam [von Gott] hernieder aus dem Himmel und verschlang sie.
10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier ist als auch der falsche Prophet; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Offb 20,8 )

Chirak hielt das für dummes Zeug und ignorierte es. Es zeigt aber, dass ein Herr im Weißen Haus mit Ideen im Kopf herum läuft, die einer christliche Variante des IS entsprechen.

Bush wollte damit sagen, dass sein damals geplanter Krieg gegen die Irak, der ein Krieg ist, das den Charakter einer Schlacht bei Hamagedon ist, also der am jüngsten Tag, bevor die Welt untergeht. Er, Bush und seine Verbündeten sind die Besten der Walt, wer nicht mit macht handelt im Sinne des Satan.[1] Dass sie – Bush und Co, die von Gott Auserwählten sind, ist eh klar.

Wer ist gefährlicher? Die primitiven Gotteskrieger des IS oder die mit der Bibel in der Hand und den Auslöseknopf für einen Atomkrieg auf ihren Schreibtisch? Bush hat sicherlich niemals daran gedacht, öffentlich Menschenfleisch zu verspeisen, sein Nachfolger jedoch schickte ein Killerkommando nach Pakistan um Bin Laden zu liquidieren – also einen, der noch Jahre zuvor über beste Kontakte zu der CIA verfügte. Die Waffen, denen sich bin Laden oder jetzt der IS stammen nicht aus Werkstätten in Hinterhöfen in Syrien oder den Irak, sie stammen aus modernen Fabriken wie Heckler & Koch, stammen aus Deutschland, England, Frankreich und den USA.

Auch wenn es in Deutschland verboten ist, Waffen in Krisenregionen zu verkaufen, wo  aber kein Kläger ist, ist auch kein Richter. Und außerdem, Saudi Arabien ist ein Top-Kunde der Waffenindustrie. Dahin Waffen zu liefern, erfreut sich der Zuneigung höchster Stellen – von Saudi Arabien, Qatar und wohl auch aus der Türkei bekommen die islamitischen Terrororganisationen ihre Waffen. Die Regierungen der Herkunftsländer der Waffen wissen das sehr genau – sie aber machen das wohl wissend mit – im Interesse der Profite der Waffenkonzerne.

Wenn jetzt junge Menschen den Verlockungen der IS nicht widerstehen können und auf eigene Faust Mordaktionen begehen, so zeigt das nur, dass hier eine religiöse Verblendung vorliegt, deren Förderer aber unter den Herrschenden des Westens zu suchen sind.

Wir brauchen Aufklärung, was wir nicht brauchen, ist fanatische Religiosität – weder islamische à la IS noch christliche, à la George W Bush.

G.A.

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2 Gedanken zu “Terror – nur ein Problem mit dem Islamismus?

  1. Religion ist Opium fürs Volk. Und Kriege und Morde im Namen irgendeiner Religion haben Tradition: Römer, Kreuzzüge…
    Nicht zu vergessen das „berühmte“ „Gott mit uns“ auf den Koppelschlössern…

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  2. Man sollte nicht vergessen, das es Briten, Amis und Franzosen waren, die dank dem grandiosem Lawrence von Arabien ausgerechnet den engstirnigen Wahhabiten-Clan der Saudis an die Macht brachte, der bis dato nur eine Sekte im sunnitischem Islam war. Dummerweise brachten sie nicht nur die Heiligste Stätte des Islam – Mekka unter ihrer Kontrolle, sondern saßen auch noch auf haufenweise Öl. Mit dem offenen freigeistigem Islam der fortschrittlichen Mauren hat dieser Islam nichts mehr gemein.
    Und jedes Mal wenn ein moderner Freigeist durch den Orient weht, kommen die Wessis und überziehen dessen Land mit Krieg und Terror. So geschehen in Ägypten, in Syrien, im Irak, in Afghanistan und auch der einst so fortschrittliche Iran – dem Ursprung des Wortes Paradies bekommt diese US-Politik schlecht.
    Insofern ist Religion Opium fürs Volk und es diente immer dazu, Menschen zu dummen Untertanen zu machen.

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